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Das Spannungsfeld zwischen der Intensität und Leichtigkeit des Augenblicks einerseits und dem Wunsch ihn halten zu wollen andererseits - ein immer wiederkehrendes Thema - wird hier in einer besonderen Weise erzählt. Der Schaffensprozess eines Menschen, in diesem Fall eines Dichters, wird von der kindhaften Freude an der eigenen Potenz und den Fähigkeiten entwickelt, hin zu einer verengenden und begrenzenden Fixierung auf die Frage: Kann ich die Wirklichkeit in Worte fassen, die mich selbst überdauern werden?
In dem aussichtslosen Versuch, den Augenblick, die Wirklichkeit in Worten festzuhalten, und über seiner immer stärkeren Fixierung auf Erfolg, Berühmtheit und Ansehen, über seinem Bedürfnis aus der Menge der Menschen herauszuragen, verliert der Dichter den Bezug zum Leben und zu sich selbst.
Er versteigt sich in Allmachtsphantasien und schlittert unaufhaltsam in eine Krise. Dabei verliert er alle Möglichkeiten des Handelns. Der für ihn mit größter Angst besetzte Moment - nichts tun zu können - erweist sich als Chance. Diese Erfahrung öffnet ihm den Blick für die Wirklichkeit und die Begrenztheit seines Selbst. In gewisser Weise geläutert entfaltet er sich und macht sich bereit für eine neue Runde im Kreislauf des Lebens.
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