
MISSING FACE
Choreografische Installation 17./18.Juli, 19:00
Einführung um 18:30
WHO CARES? Installation geöffnet ab 17:00
MISSING FACE ist eine performative Installation über Erinnerung, Identität und die Frage, wie sich Erfahrungen in Körpern einschreiben.
Die späte Entdeckung einer bislang unbekannten iranischen Familiengeschichte wird zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Untersuchung über Herkunft, Zugehörigkeit und Erinnerung. MISSING FACE fragt, wie sich verschwiegenes Wissen, familiäre Geheimnisse und Leerstellen in Körpern und Lebensgeschichten wirksam werden.
Was bleibt spürbar, obwohl es nie ausgesprochen wurde?
Und welche Folgen hat es, wenn eine Wahrheit erst sichtbar wird, nachdem sie ein Leben lang verborgen war?
Tanz, Film, Klang und Raum eröffnen eine begehbare Landschaft aus Erinnerungen, Projektionen und körperlichen Zuständen. Das Publikum bewegt sich durch unterschiedliche Erfahrungsräume, in denen Vergangenheit und Gegenwart, Gewissheit und Zweifel, Nähe und Distanz aufeinandertreffen.
Im Rahmen von WHO CARES? wird CARE verstanden als die Fähigkeit, Komplexität auszuhalten: zuzuhören, aufmerksam zu bleiben und unterschiedlichen Erfahrungen Raum zu geben. Emotionale Vielfalt erscheint dabei als eine Voraussetzung für Verbindung, Verständnis und Resilienz.
Konzept:
Sigrun Fritsch, Janis Putnins, Mahsa Mohammadhosseini, Leonie Fritsch
Tanz: Sigrun Fritsch
Choreografie und Video: Jānis Putniņš
Musik: Leonie Fritsch, Mahsa Mohammadhosseini
Licht: Laurenz Fritsch